Das Du und das Ich

11. Januar 2011 Kommentare deaktiviert für Das Du und das Ich

von Sebastian Pomm

Du – bist geheimnisvoll wie ein versunkener Schatz.
Du – bist so sanftmütig, ein in sich ruhender See an dessen Grund man erwähnten Goldschatz funkeln zu sehen glaubt. Und dennoch sollte man sich hüten deinen Zorn zu erregen, denn
Du – bist stark, bist verwegen, hast das Zeug zu einer Legende, bist eine Naturgewalt in deiner Wut, wagt es irgendjemand, sie loszulassen.

Du – Hast so viele schöne Worte für alles und wickelst damit jeden um den Finger.
Du – sagst man kann über alles reden und ich glaube dir, weil du so überzeugend bist, und selbst wenn man dir nicht glaubt, will man dir glauben.
Du – dir, wäre nichtmal Alice Schwarzer böse, wenn du nicht genderst, beim reden, einfach weil Du so charmant bist, in deinem machismo. Politisch korrekt? warum?

Du – mit deiner freundlichkeit, du hast immer einen guten Ratschlag und einen Schulterklopfer übrig und danach ist die Welt ein kleines Stück heller, einfach weil du es sagst.
Du – bist kein Übermensch, hast auch deine kleinen Fehler und grade die machen dich so liebenswert.
Du – bist ein heimlicher Romantiker, fängst in einem Schmetterlingsnetz aus Tautropfen die ersten Sonnenstrahlen und webst daraus Tagträume und hast dabei nichtmal ein schlechtes Gewissen, dir wird nichtmal schlecht dabei. Mir wird nicht mal schlecht dabei, weil irgendwie ist das ja auch schön.

Du – bist trotz allem niemand von dem man sagt, das er lieb ist, weil du bist hart aber fair in deinem Urteil, und du kannst auch ein ganz schönes Arschloch sein, und trotzdem oder grade deshalb liegt dir die Welt zu füßen.
Du – Gehst durch diese Welt und blickst nicht zurück um zuzusehen, wie der Weg hinter dir verblasst und ausfasert. Es ist dir egal. Du weißt das die Vergangenheit existiert, lässt dich aber nicht von ihr beherrschen. Kein Selbstmitleid.
Du – bei dir ist alles scheinbar so leicht, mit deiner elenden Leichtigkeit, scheinbar kann dich nichts längere Zeit aus der Fassung bringen. Du wischst mit einer Handbewegung einfach so alles beiseite und die Sache ist erledigt. Einfach so. Schnipp. Diese schulterklopfende Leichtigkeit. Schnipp.

Du – würdest wahrscheinlich selbst wenn die Welt untergeht, auf den Trümmern noch spontan einen kleinen Stepptanz aufführen und einen blöden Witz parat haben. von dem du selber weißt, das er blöd ist, was dir aber nichts ausmacht – mit deiner elenden Leichtigkeit.
Du – grinst nur dein bezauberndes Grinsen und denkst die ganze Welt liegt deinem Charme zu Füßen, und das tut sie auch, verdammt nochmal, das tut sie auch, es ist nicht zum aushalten.

Das alles hättest du antworten können, als ich dich frage: Sag mal beste Freundin: wie findest du, als Frau, mich, als Mann eigentlich so? Sei ehrlich.
Aber alles was du sagst ist: Ich finde du bist lieb.
Und ich verstehe es nicht und schmolle beleidigt.

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