Schlaflos

26. Januar 2011 Kommentare deaktiviert für Schlaflos

von Mischa Petrovski

Die Nächte fallen, geleitet von schmerzvollem Rauschen unerträglicher Stille.

Brennende Augenlider wollen nicht mehr sinken. Gedankenvolles Chaos speist den Motor unaufhörlich, unabwendbar.

So zehren sie sich dahin, die Nächte. Sorgen behaftet. Lähmend. Ermüdend. Als Wollten sie nie enden.

Wunder Geist drängt zur Explosion, einem letzten stummen Aufschrei folgend. Schwacher Körper ruht reglos, kraftlos, schlaflos, unter schwerer Decke. Ein überladener Kopf droht zu zerplatzen. Vergeblich verirrt auf unbeholfener Suche heilsamer Erlösung. Nach Ventilen, um qualvollen Druck entweichen lassen zu können. Ein Müdes Herz schlägt einsam, für zwei. So ziehen sie dahin, die Nächte.

Leidenschaftlich lodernde Flammen zehren nach mir, durch keinen Durst zu löschen, durch keine Gabe zu besänftigen. Sie fressen mich auf, zerfleddern meinen Leib über feuergetränkter Tafel, zum letzten Abendmahl. Ein Geschenk der Liebe. Ich zehre von dem tanzenden Flammenmeer während ich es niederbrennen lasse. Forme Worte, finde Gedanken, bis die letzte Glut erloschen, denn ich kann sie diesmal nicht greifen, unsere Zukunft.

Ich lasse los und falle ins Nichts. Ich lasse los und falle unaufhaltsam. Falle Reglos. Kraftlos. Schlaflos.

So fallen sie mit mir, wie schwarz versunkene Seide, die Nächte. Unaufhaltsam. Schlaflos schwebend.

Du fehlst.

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